Andrina Jörg

„Eleveator, die Wunderkammer“

Kunst und Bau Wettbewerb Schulhaus Altenburg, Wettingen, Juni 2009, Esther Amrein, Andrina Jörg (angefragt, nicht realisisert)

Traditionen des Sammelns

Der Projektidee liegt die Auseinandersetzung mit dem Themenkreis des Sammelns zwecks Wissenserwerb und Weltaneignung zu Grunde. Die Sammlungsstücke wurden auf verschiedene Weise präpariert. Die Schülerinnen und Schüler bringen eine eigene Art der Erfahrung der Sammeltätigkeit mit. Anders als in den entwickelten, epistemischen Bereichen legen die jungen Sammlerinnen und Sammler eigensinnigere, für die Augen der Erwachsenen nicht immer einsichtige Ordnungskriterien für ihre Sammlungen an, die aber deswegen nicht weniger spannend sind.

Original, Modell, Präparat

Die Gestaltungsidee für eine spezielle Art von Sammlung vereint sowohl Elemente der spontanen Sammelaktivität der Kinder, der systematischen Art des Sammelns der Erwachsenen, wie auch künstlerische Verfremdungselemente. Schuletui, Wandtafelschwamm und Turnschuh werden gleichwertig behandelt wie ein Plüschtier, ein Gameboy oder das Modell eines Vogels. Um ein vielschichtiges Spiel mit künstlerischen Techniken (z.Bsp. Gusstechnik, Verfremdung) und künstlerischen Kategorien, (zum Beispiel Objekt und Form), aber auch mit inhaltlichen Aufladungen, mit Ordnungen und Unordnungen, mit narrativen Elementen oder mit Grössenverhältnissen zu initiieren, gliedert sich die Sammlung in mehrere Arten der Präparierung der Objekte. Diese werden aber durch keine klar ersichtliche Ordnung präsentiert, um absichtlich Ordnungskriterien zu hinterfragen.

Als Ort für die künstlerische Intervention soll das äussere Liftgehäuse im Treppenhaus dienen. An der hinteren Wand des gläsernen Liftschachtes wird auf der Höhe jedes Podestes eine Vitrine im Stil eines Wunderkammerschaukastens eingepasst.

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